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Strohballen-Bauernhof

Modulare Hybridkonstruktion

 

 

Atelier Werner Schmidt

 

Ort: CH-Muri

Baujahr: 2011

Planungszeit: 16 Monate

Bauzeit: 11 Monate

Wohnraum: 285 m²

Keller: 48 m²

AUSGANGSLAGE:

Das Ensemble um den Bio-Bauernhof der Familie Küng bestand aus einer grossen alten Scheune, dem alten Wohnhaus sowie zwei weiteren Ställen knapp hundert Meter entfernt.
Das Gefüge zwischen Scheune, Hof und Wohnhaus sollte in seinem Ganzen erhalten bleiben, nur das alte Bestandsgebäude, das im Laufe der Jahre einige An- und Umbauten erfahren hatte und nicht mehr zeitgemäss war, sollte durch ein ökologisches und nachhaltiges Gebäude mit Wänden aus 80cm breiten Strohballen ersetzt werden.

 

LÖSUNG:

Auf Basis der Kubatur des alten Bestandes und der maximal zugelassenen Gebäudefläche entstand das neue Wohnhaus mit einer Aufteilung in drei Bereiche -die Wohnung des Hofbesitzers im Osten, ein kleines Studio und eine Schmutzschleuse für Technik und Umkleide in der Mitte des Gebäudes sowie die Altenteilwohnung im Westen. Wichtig waren die separaten Eingänge und gleichzeitig die Möglichkeit der gemeinsamen Nutzung der Schmutzschleuse innerhalb des Gebäudes.
Beide Wohnungen geniessen einen grosszügigen Ausblick ins Grüne durch die Fensteröffnungen an der Südseite. Beschattet werden sie durch den Balkon im Obergeschoss, so dass zusätzliche Verschattungsvorrichtungen hinfällig werden.
Durch die angegliederten Terrassen und Balkone entlang der Süd- und Nordfassade, wird der  Wohnbereich erweitert und zur gemütlichen Nutzzone und zusätzlichem Aufenthaltsbereich der jungen Familie.
Die 80 cm breiten Strohballen sind beidseitig verputzt -aussen wurde ein Kalkputz aufgetragen, innen zu unterst eine Schicht Kalkputz und ein Lehmauftrag als Fertigputz. Die Innenwände bestehen aus dreischichtigen Fichteholzplatten (Kreuzlagenholz), die fertig gefräst auf die Baustelle kamen. Der Boden ein schwarz eingefärbter Anhydritboden, wurde nach dem Schleifen geölt, und speichert die Wärme im Innern. In den Nassbereichen wurden auf dem Unterlagsboden zusätzlich Fliesen aufgebracht.
In ein paar Zimmern im Obergeschoss hat die Bauherrschaft sogar eigenes Ahornholz zu einem geölten Parkett verarbeiten lassen und selbst verlegt.
Das Warmwasser erhalten die Wohneinheiten über die Röhrenkollektoren auf dem Gründach.