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REALISIERTE GEBÄUDE
Haus Dalsant-Perntner, I-Kurtatsch/Südtirol

in Zusammenarbeit mit Arch. Margareth Schwarz

www.archschwarz.com

Dieses von Arch. Margareth Schwarz und Arch. Werner Schmidt geplante Strohballenhaus wurde in Kurtatsch, Südtirol errichtet. Ein Bau in zweieinhalb Etagen mit elegant geschwungenem Strohballendach und Strohballen-Zwischendecken, ausgeführt in Holzständersystem mit Kleinballen als dämmendes Füllmaterial. Gute natürliche Belichtung und eine harmonische Raumeinteilung standen im Vordergrund (ein Feng-Shui Konzept diente auch als Grundlage). Das Haus dient der Familie als gemeinsames Wohnhaus mit angrenzenden landwirtschaftlichen Betriebsräumen (Weinkellerei).
Diese Außenwand erfordert gute Unter- und Hinterlüftung, daher wurde auch auf eine Unterkellerung des Wohnhauses verzichtet und der Ergeschossboden wurde auf ca, 1,20 Meter hohe Betonschotten gestellt. Die Keller-Nebenräume werden im Norden erstellt, angebaut an das Wohnhaus, mit einem Kellergewölbe, wie alte Weinkeller, das gegen den Hang leicht aufgeböscht wird und mit ca. 80 cm Erde aufgefüllt wird (als Grasdach). Das Niveau dieser Kellerebene ist gegenüber dem Erdgeschoss um ca. 90 cm tiefer, eine gute Zugängigkeit ohne steile Rampen soll gewährleistet sein.
Tragende Konstruktion - Aussenwand: U-Wert = 0,09 W/m2K
Holzkonstruktion: Fichte in Ständerbauweise vorgefertigt, innen Diagonalschalung - mit gepressten Strohballen (100/50/35 cm) als Dämmung ausgefacht und gut gestopft,
außen: Putzträger Metallgitter ("Hasengitter") und 3-5 cm dicker Verputz aus Kalksandgemisch
innen Schilfrohrmatte als Putzträger mit Lehmputz ca.2,5 cm stark
.

Die Erdgeschossdecke (Außendecke) hat einen U-Wert von 0,07 W/m2K, mit einer doppelten Balkenlage (Lärche u. Fichte) und Bretterlagen – zwischen der Balkenlage liegen die gepressten Strohballen (50 cm dick).

Das Passivhaus in Kurtatsch, Südtirol wurde Preisträger als "Klimahaus 2003" in der Kategorie "A plus" (Beste der Besten, "A" für beste Energiekennzahl unter 30 kWh/(m3a), "plus" für baubiologisches Bauen).

Im Bild das Dach (U-Wert = 0,08 W/m2K). 4 Leimbinder mit einer Länge von 14 m und 0,6 m Höhe (davon 3 Meter auskragend) wurden mit gepressten Strohballen ausgefacht. Der Aufbau ist im übrigen wie bei einem Holzdach mit Unterlüftung unter der Dacheindeckung (Gewellte Faserzementplatten).
Arch. Werner Schmidt (im Bild links) beim Einbringen der Strohballen (hochkant, 50 cm). Das Bild rechts zeigt das geschwungene Dach von der Rückseite.
Licht, Glas, Transparenz und dennoch ein lupenreines Passivhaus: Brutto Volumen des Gebäudes: 1085 m3, beheiztes Netto-Volumen: 704 m3 (Urbanistisches Volumen 587 m3), Netto Wohnfläche: ca. 160 m2, beheizte Nettogeschossfläche: 250 m2, Energiekennzahl laut Berechnung "Klimahaus" der Aut. Prov.Boz. = 15,97 kWh/(m2a).